Früh rufe ich gleich in der Klinik an.

Alles unverändert. Josef war wacher in der Nacht. Er hatte die Aufen offen. Gut. Wir kommen. Erst bringen wir Klara zu guten Freunden. Dort werden sie heute Plätzchen backen. Einen guten Tag wünschen wir dir, Klara. Wir grüßen Josef von dir! Wir fahren durch die Stadt in die Klinik. Es ist voll. Weihnachtseinkäufe werden erledigt. Wie machen wir das? Wir können uns nicht vorstellen, Weihnachtseinkäufe zu machen. Aber unser Kühlschrank ist leer. Wie soll das gehen? Die wertvolle Zeit mit Josef können wir doch nicht im Laden verbringen. Die vielen Menschen in den Läden halte ich doch gar nicht aus. Wie ein Geschenk, fragt uns unsere Freundin: Was kann ich für euch tun? Den Einkauf, vielleicht? Wir geben dir das Geld. Nur einkaufen können wir gerade nicht. Wir schaffen es nicht. Natürlich, sagt sie. Es sei gut, etwas für uns tun zu können. Später wird sie uns den Einkauf in die Klinik bringen. Danke, du Gute!
In der Klinik angekommen. Gehen wir durch die Notaufnahme. Die Treppe hoch. Klingeln. Gehen durch die Schleuse. Den Gang runter. Dann rechts. Wir hängen unsere Sachen in den Schrank. Desinfizieren unsere Hände. Ich stelle die Milch in den Kühlschrank. Wir gehen zu Josef. Heute ist er schon gewaschen. Der kleine Bär. In seinem Bett. Mit seiner speziellen Atmung. Einatmen und Ausatmen. Uli kuschelt mit ihm. Läßt ihn sich in die Arme geben. Ich darf Josef Milch über die Magensonde geben. Ganz langsam Schluck für Schluck drücke ich auf die Nahrungsspritze. Nicht zu viel. Der kleine Magen nimmt die Milch nur langsam auf. Heute wurde Josef gewogen. Er hat 300 Gramm zugenommen. Oh, gut. Am Nachmittag kommt unsere Freundin. Trägt den Einkauf in die Klinik. Unser Weihachtsgeschenk für euch. Danke, du Gute! Danke. Zu Josef möchte sie noch. Natürlich. Gemeinsam bei Josef sein. Wer hätte das gedacht? Das uns Josef vielleicht Weihnachten schenken wird.
Wir verabschieden uns von Josef. Klara möchte doch abgeholt werden, lieber Josef. Bis morgen, lieber Josef.
Durch den Montag fahren wir nach Hause. Mit dem Einkauf im Kofferraum. Welch Rettung! Danke! Klara ist ganz zufrieden mit den Plätzchen und dem Tag. Morgen ist Heiligabend.