Author : Anne

Und nun. Nun bin ich erschöpft. Pandemieerschöpft. Von den Menschen mit dem Aber.

Hinschauen, denke ich. Hinschauen. So ist die Situation. Wir wissen, was wir machen können. Wissen es. Kann die Diskussionen nicht mehr hören. Das Relativieren. Im Angesicht des Todes.

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Tage um Tage. Wochen um Wochen. Sie fließen dahin. Wir sind behutsam in unserer zusammengezurrten Welt.

Warten. Dann, denke ich. Dann wird es wieder anders sein. Wird die Welt wieder größer. Anders wird sie sein. Sie bleibt nicht stehen. Nicht die Welt. Einatmen und Ausatmen.

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Ich bin da, schreibe ich. Bin da. Fühle mit euch. Dann gehe ich los. Laufen.

Bilder im Kopf. Von ihrem letzten Geburtstag. Dem letzten gemeinsamen Kaffee. Wir haben gelacht. Gelacht haben wir. Viel gelacht. Mein Herz. Schmerzt. Tränen. Dann Tränen.

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Weißt du noch? Vor 7 Jahren. Um diese Zeit war noch alles gut.

Weißt du noch, möchte ich zu Uli sagen. Und weiß doch, dass das „weißt du noch“ soviel Schwere hat. Nichts Leichtes. Nichts Leichtes an Josefs Geburtstag.

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Vor zwei Tagen durfte ich sie sehen. Bei ihr sein. Auf der Palliativstation.

Gemeinsam Bilder angeschaut. Mit ihrer Familie. Gelacht. Geschlossene Augen. Ein Ja. Eine Berührung. Schöne Bilder. Von ihr. Den Urlauben. Feiern. Gelacht. Ein wenig. Schön war das. Schön.

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Wild und sanft. Mein Josef. Ein Schmetterling setzt sich auf seine Hand.

Mama, sagt er, ein Schmetterling. Schau. Und ich schaue hin. Ein Schmetterling. Er springt auf, mein Josef. Will mir so viel zeigen. Dann ist er weg. Verschwunden. In mir. Versteckt. Mein Josef.

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