Author : Anne

Der Schmerz. In mir. In allen Fasern. Bewegt sich. Fließt. Fängt an, sich zu verändern. Zu fließen. Zu strömen. Der Schmerz. Josef, mein Josef.

Josef, mein Josef. Der Schmerz der Monate. Und dann Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass du bei uns warst. So lange. Ich. Wir dich halten durften. Küssen. Dich spüren durften. Danke, mein Josef. Danke.

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Letzte Nacht war Josef da. Einatmen und Ausatmen. Josef mit 7 Jahren. Locken hatte er. Blonde Locken.

Josef, mein Josef. Da hast du mich besucht. Uns. Du warst da. Bist immer da. Josef, mein Josef.

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Und nun. Nun bin ich erschöpft. Pandemieerschöpft. Von den Menschen mit dem Aber.

Hinschauen, denke ich. Hinschauen. So ist die Situation. Wir wissen, was wir machen können. Wissen es. Kann die Diskussionen nicht mehr hören. Das Relativieren. Im Angesicht des Todes.

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Tage um Tage. Wochen um Wochen. Sie fließen dahin. Wir sind behutsam in unserer zusammengezurrten Welt.

Warten. Dann, denke ich. Dann wird es wieder anders sein. Wird die Welt wieder größer. Anders wird sie sein. Sie bleibt nicht stehen. Nicht die Welt. Einatmen und Ausatmen.

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Ich bin da, schreibe ich. Bin da. Fühle mit euch. Dann gehe ich los. Laufen.

Bilder im Kopf. Von ihrem letzten Geburtstag. Dem letzten gemeinsamen Kaffee. Wir haben gelacht. Gelacht haben wir. Viel gelacht. Mein Herz. Schmerzt. Tränen. Dann Tränen.

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Weißt du noch? Vor 7 Jahren. Um diese Zeit war noch alles gut.

Weißt du noch, möchte ich zu Uli sagen. Und weiß doch, dass das „weißt du noch“ soviel Schwere hat. Nichts Leichtes. Nichts Leichtes an Josefs Geburtstag.

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