Author : Anne

Ich bin da, schreibe ich. Bin da. Fühle mit euch. Dann gehe ich los. Laufen.

Bilder im Kopf. Von ihrem letzten Geburtstag. Dem letzten gemeinsamen Kaffee. Wir haben gelacht. Gelacht haben wir. Viel gelacht. Mein Herz. Schmerzt. Tränen. Dann Tränen.

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Weißt du noch? Vor 7 Jahren. Um diese Zeit war noch alles gut.

Weißt du noch, möchte ich zu Uli sagen. Und weiß doch, dass das „weißt du noch“ soviel Schwere hat. Nichts Leichtes. Nichts Leichtes an Josefs Geburtstag.

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Vor zwei Tagen durfte ich sie sehen. Bei ihr sein. Auf der Palliativstation.

Gemeinsam Bilder angeschaut. Mit ihrer Familie. Gelacht. Geschlossene Augen. Ein Ja. Eine Berührung. Schöne Bilder. Von ihr. Den Urlauben. Feiern. Gelacht. Ein wenig. Schön war das. Schön.

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Wild und sanft. Mein Josef. Ein Schmetterling setzt sich auf seine Hand.

Mama, sagt er, ein Schmetterling. Schau. Und ich schaue hin. Ein Schmetterling. Er springt auf, mein Josef. Will mir so viel zeigen. Dann ist er weg. Verschwunden. In mir. Versteckt. Mein Josef.

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Kinder. Tag. Kinder. Eins. Zwei. Drei. Kinder. Josef ist nicht mehr hier. Zwei ist nicht hier.

Und dann denke ich, das Gefühl kann nicht gedacht werden. Ich kann nicht denken, wann ich mich wie fühle. Annehmen. Immer wieder annehmen. Aushalten. Einatmen und Ausatmen.

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Eine Frau ruft: Abstand halten. Abstand. Mehrmals ruft sie das. Abstand.

Wie sich die Welt verändert. Die Narrative sich verändern. Die Gefühle. In Wellen. Nicht begreifen können, warum und weshalb. Es aber doch wissen. Im Kopf verstanden haben. Vielleicht. Einatmen und Ausatmen.

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