Author : Anne

Wild und sanft. Mein Josef. Ein Schmetterling setzt sich auf seine Hand.

Mama, sagt er, ein Schmetterling. Schau. Und ich schaue hin. Ein Schmetterling. Er springt auf, mein Josef. Will mir so viel zeigen. Dann ist er weg. Verschwunden. In mir. Versteckt. Mein Josef.

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Kinder. Tag. Kinder. Eins. Zwei. Drei. Kinder. Josef ist nicht mehr hier. Zwei ist nicht hier.

Und dann denke ich, das Gefühl kann nicht gedacht werden. Ich kann nicht denken, wann ich mich wie fühle. Annehmen. Immer wieder annehmen. Aushalten. Einatmen und Ausatmen.

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Eine Frau ruft: Abstand halten. Abstand. Mehrmals ruft sie das. Abstand.

Wie sich die Welt verändert. Die Narrative sich verändern. Die Gefühle. In Wellen. Nicht begreifen können, warum und weshalb. Es aber doch wissen. Im Kopf verstanden haben. Vielleicht. Einatmen und Ausatmen.

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Ich weine vor Rührung. Flute über vor Gefühl. Auch die lasse ich. Die Gefühle. Lasse sie.

Dann. Sehe ich auf dem Weg einen Rollstuhl. Ich sehe eine Frau vor dem Rollstuhl stehen, so dass ich nur Beine sehe. Die Beine von dem Menschen im Rollstuhl. Es sind junge Beine.

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Ich schwebe. Schwebe dazwischen. Weiß nicht, was zu tun ist. Zu tun sein wird. Da draußen.

Herausgefallene Zeit. Auf vielen Ebenen. Leben, als wäre. Als wäre was? Was wäre, wenn? Wenn was?

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Bögen um Menschen machen. Nicht berühren. Nicht anschauen. Das auch nicht. Nicht niesen. Nicht lachen.

An Mundschutz denken wir. Sprechen darüber zu Hause. Josefs Kiste ausgepackt. Gefunden. Welche gefunden. Abgelaufen 06-2016. Nie gebraucht für Josef. Nun. Nun sind sie da.

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