Es ist dunkel.

Wir gehen durch den Morgen in die Klinik. Klingel. Den Gang runter. Rechts. Wie war die Nacht? Unverändert. Schlecht? Gut? In seinem Zustand. Eher schlecht. Krämpfe waren auf dem aEEg sichtbar in der Nacht. Um Mitternacht. Josef bekommt nun ein Medikament gegen die Krämpfe. Nun seien keine Krämpfe mehr zu sehen. Heute kommt deine Schwester, Josef! Bis dahin, sind wir da. Ich versuche alles zu tun, was ich tun kann. Sensor wechseln. Mundpflege. Windel unterlegen. Milch abpumpen. Uli liest vor. Aushalten. Irgendwie. Wir holen Klara und die Schwiegeltern von der U-Bahn ab. Laufen gemeinsam von dort in die Klinik. Leise Gespräche. Wie geht es Klara? Euch? Großeltern? Könnt ihr noch? Klingeln. Gang runter und dann rechts. Hände desinfizieren. Klara wird kurz von der Ärztin untersucht. Alles gesund. Sie darf zu ihrem Bruder. Klara scheint so unbeeindruckt von den Kabeln, Schläuchen, Monitoren, Geräuschen. Sie berührt Josef auf eine so innige Art und Weise. Geschwisterliebe. Die Krankenschwester dabei. Den besonderen Moment erfassend. Fotos werden gemacht. Die ganze Familie: Klara, Josef, Uli und Anne. Das erste gemeinsame Foto. Warm ist es.
Josef muss regelmäßig abgesaugt werden. Aus dem Tubus. Wir haben uns schon daran gewöhnt. Es gehört zu ihm. Doch Klara kennt es nicht. Auch nicht die Großeltern. Kurz Pause machen. Wieder zu Josef. Kann nichts erklären. Josef berühren. So ist es mit ihm. Und uns. Jetzt. Hier. Wir fahren nach Hause. Die eine Nacht, Josef. Morgen ist doch Nikolaus. Deine Schwester Klara braucht uns da. Danach kommen wir gleich zu dir. Anruf am späten Abend in der Klinik. Küssen sie Josef von uns, ja. Schlaf gut, Josef. Schlaf gut, Klara.